Dienstag

Ein ( neuer ) Traum aus dem Jenseits

Es passiert immer wie auch heiterem Himmel.Ich könnte nicht behaupten, dass es sich irgendwie vorher ankündigt oder das ich in einem bestimmten Bewußtseinszustand sein müßte.
Irgendwann und irgendwie nehme ich plötzlich etwas wahr, das nicht so ganz in diese Welt gehört, jedenfalls nicht in die Welt des fassbaren oder derjenigen der modernen Wissenschaften. Es ist wie der Klang einer Stimme, die aus der Mitte meines Kopfes zu kommen scheint. Ich vermag diese" Stimme" genausowenig real mit meinen Ohren hören, wie andere Menschen dies können. Dennoch: ich kann sie wahrnehmen und fühlen.

An jenem Abend saß ich einfach nur entspannt in meinem Fernsehsessel und schaute mir eine Folge Star-Trek Voyager an. Ich liebe diese TV Serie, wie alles runs um Star Trek. Seit meiner frühesten Kindheit ist das bereits so. Ja, der Weltraum, die unendlichen Weiten und die Suche nach neuen Abenteuern und neuen Zivilisationen fasziniert mich.
Ich mag so fünf oder sechs Jahre alt gewesen sein, als ich diese Serie für mich entdeckte. Ich war eines jener Kinder die gerne und oft in der Natur spielten.Stundenlang konnte ich das - sogar alleine. Langeweile kannte ich keine und so manche Male verging die Zeit dabei wie im Fluge.Es gab nur einen einzigen Tag in der Woche, an welchem ich sehr oft zur Uhr schaute und schon am Morgen aufgeregt war, neigierig darauf was wohl heute beim Raumschiff Enterprise passieren würde. Doch eigentlich mußte ich das gar nicht. Mein Vater wußte ganz genau wann er mich ins Haus rufen mußte!  Samstag Abend um 18. 20 war Star-Trek Zeit.Um exakt diese Uhrzeit  flimmerte damals das Raumschiff Enterprise über die Bildschirme des Zweiten Deutschen Fernsehens.
Und genau wie mein Vater, starrte ich auf diesen Röhrenfernseher und tauchte jedesmal in eine andere, neue und unbekannte Welt ein.
Mich faszinierten diese Geschichten, obgleich sie ja alle erfunden waren.
Ganz sicherlich war es keine pure Unterhaltung in jenem Sinne, wie heutzutage oft das TV genutz wird. Jede einzelne Folge war für mich etwas besonderes, etwas großartiges und gleichzeitig eine Lebenslektion. Bis zum heutigen Tage sehe ich das genauso.
Star-Trek hat mich von jenem Moment an begleitet wo ich anfing zu lernen. Es begleitet mich noch heute. So auch an jenem Abend.
Es mag für manchen lustig klingen, für Andere nahezu unvorstellbar,doch sind dies nur  jene Menschen, die oberflächlich denken und auch handeln.Märchen oder auch Filme regen die Phantasie an. Und Phantasie ist wichtiger als Wissen - Denn Wissen ist begrenzt. Star Trek sorgte mit dafür, dass meine Vorstellungskraft zunahm und gab mir jedesmal eine Lektion zum nachdenken mit.
An Jenem Abend, sah ich eine Folge mit Q.
Dieser Q, das allmächtige Wesen, welches so gerne seiner Schabernack mit Captain Picard von der Enterprise treibt, war diesmal tatsächlich auf der Voyager gelandet ! Ich war wohl mittdendrin in der spannenden Handlung, als ich plötzlich etwas ganz anderes vernahm.Ich spürte wie durch meinen gesamten Körper warme, pulsierende Wellen strömten. Es war ein erhebendes und unglaublich liebevolles Gefühl, von dessen genauen Absender ich bis Dato keine Ahnung hatte.
Ich kenne dieses Gefühl nur allzu gut. Es passiert mir häufig, dass diese warmen, intensiven, pulsiernden Wellen mir durch und durch gehen. Immer dann, wenn Menschen die mir  sehr nahe sind oder ganz intensiv an mich denken. Und manchmal sind jene Menschen halt auch Verstorbene. So gut wie immer haben sie mir eine Botschaft zu übermitteln.Sei sie für mich oder halt für Andere.

Also  muß ich in einem solchen Fall die richtigen Wege finden um etwas zu übermitteln.Diesmal jedoch hatte ich keine Ahnung, warum ich nun diese Botschaft  überhaupt bekam.
So interessant und spektakulär wie diese " Gabe" in manchen Filmen und  Büchern dargestellt wird, ist sie wahrhaftig nicht. Nein! Verbrechen klären wir keine auf.
Ebensowenig erzählt mir ein Verstorbener wo er  sein ganzes Geld versteckt hat. Es sind ganz einfach nur simple Besuche, dessen Sinn sich mir oftmals erst viel später offerbart.
Wenn diese warmen, pulsierenden Wellen kommen, fühle ich mich wohlig und behütet.
Ein unglaubliches Gefühl von Liebe und Einheit erfasst mich in einem solchen Moment. So gut wie nie fällt es mir schwer, mich darauf einzulassen.Warum auch? Es ist doch einfach nur wunderschön. Ausnahmslos! So auch an jenem Abend ....
Besagte Wellen durchdrangen jegliche Zelle meines Körpers und ließen mich jenes Geffühl von Einheit und Glückseeligkeit empfinden, welches von Dichtern und Philosophen über Jahrtausende hinweg in aller Welt bereits beschrieben wurde.
Dem liegt etwas göttliches zugrunde, ebenso wie der wahren und bedingungslosen Liebe, mit deren Wirkung ich es  zu vergleichen wage. Es fällt mir oft schwer zu glauben, das es Menschen gibt die solche Empfindungen noch nie hatten oder halt nie haben werden. Das Gefühl jenes Momentes zu beschreiben, erscheint mir fast nicht möglich, fehlen doch irgendwie die bedeutendsten Worte in unserer simplen Sprache.Es erscheint mir dann so, als seien mir die Vokabel einfach ausgegangen.

Dann umschleicht mich das Gefühl, aus irgendwelchen dummen Gründen heraus, mich plötzlich nicht mehr ausreichend artikulieren zu können.
Ja! Es muß da noch eine andere Sprache geben!
Eine die all diese Emotionen erklären kann.  Doch die scheint irgendwie gerade nicht auffindbar in den Windungen meines Gehirns.
Wenn diese Wellen an Intensität zugenommen haben, nehme ich die Person wahr, die mir gerade so nahe ist. Dies alles geschieht innerhalb von wenigen Bruchteilen von Sekunden. Diese Zeit erscheint manchmal lange, manchmal nur sehr kurz. Es ist unmöglich im Vorfeld zu sagen, wie lange ein solcher Kontakt dauert.Und doch: es kommt mir manchmal so vor, als sei ein gesamtes Leben mit mir geteilt worden.

Maria war meine Nachbarin. Sie starb vor ca. 4 Jahren an Krebs.Ich hatte keine besondere Bindung zu ihr. Sie war einfach nur meine Nachbarin aus dem Haus gegenüber. Man grüßte sich freundlich, hielt von Zeit zu Zeit mal ein Schwätzchen, mehr nicht.
Ich war sehr verwundert über ihren Besuch, wußte ihn in keinster Weise einzuordnen. Außer... außer vielleicht wenn es um ihren Mann ging. Ich hatte Theo schon eine Weile nicht mehr gesehen. Das letzte Mal bestimmt im Herbst. Damals lief er durch seinenwunderschönen, gepflegten Garten, den er so sehr liebte. Danach hatte ich ihn nicht mehr gesehen, machte mir also keinerlei Gedanken deswegen. Wußte ich doch das er alt und leider auch etwas dement war. Da geht man halt nicht mehr so oft raus, dachte ich mir. Außerdem lebte seine Tochter samt Schwiegersohn im Hause.
Maria zeigte mir Bilder von ihrem Leben. Von Theo, den Kindern und von ihrem Tod.  Jedoch auch wie glücklich sie heute war, wo auch immer genau dies sein mochte.Sie überrmittelte mir das Theo bald sterben würde und zeigte mir, das er den Weg  zu ihr und ins Licht noch nicht so recht fand. Sie wartete so sehnsüchtig auf ihn, erfuhr ich..Ich dachte noch kurz: Was soll ich tun?
Doch noch im gleichen Augenblick gab sie mir zu verstehen, dass alles so in Ordnung sei.
Dann übermittelte sie mir, das sie wisse das ich eine iihrer Töchter nicht sonderlich mochte und mußte dabei grinsen. Ich verstand so etwas wie: "Geht euch halt einfach aus dem Weg und dann ist es gut."
Mir war bis zu diesem Zeitpunkt nicht einmal klar, woher sie das gewusst hat. Immer noch war ich etwas durcheinander und fand mich nur schwerlich in dieser plötzlich auftretenden Situation zurecht.
Zum Abschluss schaute sie mir noch einmal tief in die Augen. Ich nahm ihre Augen sehr, sehr intensiv wahr.
Wie ? Wie nur beschreibe ich es ? Vielleicht mit Gedankenverschmelzung ? Hm, je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger Worte finde ich. Und schon wieder ereilt mich dieses Gefühl von zu wenig Vokabel parat. Einfach keine Worte finden können, für dieses großartige Erlebnis.
Das war es wieder! Dieses Gefühl von verstehen auf allen Ebenen.Von bedingungsloser Liebe und Verständnis. Eine Empfindung von: Alles -ist -Eins. Ich genoss diese Emotionen, hätte mich ihnen am liebsten ergeben.Doch dann nahmen diese Wellen genausoschnell ab, wie sie gekommen waren.
Maria verabschiedete sich : Mit einem nochmaligen, unglaublichen Gefühl der Einheit, Glückseeligkeit und bedingungsloser Liebe.
Und plötzlich war ich wieder voll da! saß wieder in meinem Sessel, war hellwach und mit allen Errinnerungen an das Geschehene in den Wachzustand versetzt.
Als ich begann darüber nachzudenken was geschehen war , wurde ich allmählich immer bewusster. ........................
Zwei Tage später erfuhr ich von einer anderen Nachbarin das Theo verstorben war.


© Anja Mattern

Mittwoch

Wo sind die alten Bäume ?

Alt wie ein Baum moechte ich werden, Genau wie der Dichter es beschreibt.
Alt wie ein Baum mit einer Krone die weit, weit, weit, weit
Die weit ueber Felder zeigt.
Alt wie ein Baum moechte ich werden
Mit Wurzeln, die nie ein Sturm bezwingt.
Alt wie Baum, der alle Jahre so weit, weit, weit, weit
Kindern nur Schatten bringt.


 ...so lautet der Anfangstext eines wunderschönen songs von den Puhdys. Ein song, den ich bis vor wenigen Jahren nicht einmal kannte, obgleich er sicherlich schon einige Jährchen alt sein dürfte. Doch als ich ihn das erste Mal hörte, berührte er meine Seele.
Ich begann damals nachzudenken, darüber wo die alten Bäume wohl sind. Sie waren nicht mehr da. Wohin ich auch schaute, ich fand nirgends alte und große Bäume. Täglich lief ich schon damals mit meiner Schäferhündin Anka jeden Tag zwei Stunden durch den Wald. Ich blickte mich um, ging ganz neue Wege, machte mich auf die Suche nach den alten Bäumen, von denen das Lied erzählte.
Ich mußte sehr lange suchen um auch nur einen einzigen alten Baum zu finden.Ich fand ihn inmitten eines kleinen Mischwaldes, umringt von jungen Bäumen. Hatte man ihn einst vergessen zu fällen? Warum, so überlegte ich, gab es in diesem Wald nur einen einzigen alten Baum?
Ein wunderschöner, stattlicher alter Baum übrigens.

Seine großen, verzweigten Äste sind stellenweise mit Moos bedeckt. Einige seiner Äste sind bereits abgestorben, bilden aber dennoch einen Teil seiner unglaublich schönen Erscheinungsform.


Ich kam nicht umhin mir Gedanken über diesen Baum zu machen und entdeckte eine Parallele zu uns Menschen.


Gehe ich heute durch sie Straßen meiner Stadt, so werde ich auch fast nur junge Menschen sehen. Ganz selten, erblickt man mit ein bisschen Glück mal einen sehr alten Menschen.


Leute um die 70, die begegnen einem oft.  Doch mal ehrlich :Wann hast Du das letzte Mal einen steinalten Menschen zu Gesicht bekommen?

Wenn Du nicht gerade Altenpfleger oder Arzt bist, dann ist es sicher eine Weile her.

Aber warum sehen wir so wenige alte Bäume und Menschen?

Alte Bäume finden wir keine, weil der Mensch sie lange schon gefällt hat! Der Wald an sich, dient nur noch dem Menschen in seiner grenzenlosen Gier.

Ein einzelner Baum hat entweder den Zweck Früchte zu tragen, welche dann für den Menschen abgeerntet werden oder er dient ganz simpel als Rohstoff bzw. Baustoff für Möbel etc. oder Brennholz.Papier ect.
Mittlerweile werden in unseren Wäldern schon sogenannte Erntemaschinen eingesetzt.Diese Maschinen, vernichten nicht nur die Bäume, sondern hinterlassen ein Ödland, dort wosie zum Eimsatz kamen.

Bäume, welche bis vor einigen Jahren noch ein Alter von mehreren hundert Jahren erreichten, bekommen heute nur noch die Chance gerade mal 30 oder 40 Jahre lang zu leben.

Ja, Leben!

Auch Bäume leben. Ihre Form und ihre Anatomie, mögen von der unseren abweichen. Dennoch handelt es sich bei einem Baum, genauso wie bei jeder Pflanze, auch um Leben.

Leben sollte doch stets geachtet werden, oder?

Doch wo ist unsere Achtung vor dem Leben und der Schöpfung geblieben ?

In unserer zivilisierten Welt, in der sich jeder selbst der Nächste ist.

Kommen wir noch einmal zu den alten Menschen zurück:

Früher achteten die Menschen das Alter.
Noch heute erinnern einige Wörter oder Redewendungen daran. So gab es bei unseren Vorfahren Ältestenräte. Die Alten wurden befragt wenn es Probleme zu bewältigen galt, wenn Erfahrung gefragt war.  Sei es in Kriegszeiten oder wenn es um andere wichtige Entscheidungen ging, welche zu treffen waren.

In den letzten Jahrzehnten hat sich diese Haltung komplett verändert.

Die Alten sind nicht mehr diejenigen die befragt werden. Statt dessen werden sie abgeschoben. Die Jungen regieren die Welt-  mit Geschick, dem richtigen Riecher für Profit und leider zumesit auch verantwortungslos.

Ist ein Mensch alt, so gilt er als unattraktiv. Falten sind unschön und Lebenserfahrung ist nur noch dann gefragt, wenn der Mensch ein dynamisches, attraktives Äußeres vorweisen kann.

Doch da ein alter Mensch das normalerweise nicht kann bzw. hat,, hilft die Medizin ein wenig nach ;-)

Die Stars und Sternchen machen es vor. 

Und Otto Normalbürger und Bürgerin machen es step by step nach. Lieschen Müller läßt sich mal eben die Schlupflider entfernen und Barbara Schneider von nebenan hat sich zum Geburtstag eine neue Oberweite gewünscht.

Vollkommen normal ist das in unserer zivilisierten Welt. Einer Welt, in der Schönheit und Erfolg das A und O sind.

Um Lebenszeit zu verlängern und angenehmer zu machen, ist den Menschen fast jedes Mittel Recht.
Unmengen an Geld, werden für Anti-. aging ausgegeben. Anti - Falten Cremes und Nahrungsergänzungsmittel stehen in der Liste ganz oben.Irgendein schlauer Mensch,sagte einmal zu mir:
"Wenn es eine Tablette geben würde, die imstande wäre die positiven Aspekte eines einzigen gesund gelebten Tages, zu vereinen, so würde jene Pharmafirma, welche diese auf den Markt bringen könnte, steinreich damit werden."

Ich hätte es besser nicht ausdrücken können. Ich selbst bin 47 Jahre jung, fühle mich aber wie max. 35. Mir wurde auch schon oft gesagt, daß ich jünger aussehe. Allerdings spielt das für mich keine so übergeordnete Rolle. Ich bin vielmehr der Meinung: Man ist so jung wie man sich fühlt.
Was macht schon eine Falte mehr oder weniger? Welche Rolle spielt es ob ein Mann evtl. ein paar Haare weniger auf dem Kopf hat?

Wichtig ist doch in erster Linie die Ausstrahlung, welche man für kein Geld der Welt kaufen kann. Ausstrahlung erlangt man durch das Leben. Die Falten eines Menschen, spiegeln sein Leben wieder. Die Falten um die Augen, die durch viel lachen verursacht wurden, können einen Menschen erst so richtig attraktiv machen.

Es gibt auch Falten, welche nicht sonderlich schön sind. Doch sind wir mal ehrlich zu uns selbst: Warum haben manche Menschen Falten, die sie unattraktiv machen?

Vielleicht weil sie es selbst sind ? In ihrem Wesen evtl.? Und was trägt dazu bei, jemanden unattraktiv zu machen?

Schlechter Lebenswandel - in vielerlei Hinsicht wie z.B. zu viel Arbeit, zu viel rauchen, zu viel Alkohol, zu viel Ärger, zu wenig Bewegung etc.

Warum machen Menschen das eigentlich ? Wegen den Anderen?

Eine Sache habe ich gelernt: Andrere sind niemals Schuld daran wie es mir geht und was ich tue. Ich alleine habe in der Hand was ich aus meinem Leben mache, wie ich es gestalte und ob ich ich wirklich nötig habe, meinen Körper verändern zu lassen.



Lediglich der"loser" sagt, dass ein anderer Schuld ist an seiner Situation.

Also heißt das im Umkehrschluss:

Nimm Dein Leben in die Hand und es wird Dir besser gehen. Du fühlst Dich besser und andere werden Dich auch anders sehen.

Und es soll auch heißen:

Habe den Mut und die richtige Einstellung zu Deinem Leben.

Nimm Dein biologisches Alter als etwas normales an. Achte die alten Menschen und würdige auch ihren Wissensschatz.Wenn Du damit beginnst, wirst Du auch Dein eigenes Alter als etwas vollkommen normales wahrnehmen.

Habe Achtung vor jeglicher Form von Leben - ob es Dir gefallen mag oder nicht.

Und überlege jetzt einmal ganz genau:

Wie war das mit Deinen Großeltern oder Deinen Eltern als sie alt wurden?

Waren sie eine Last? Hattest Du oder Deine Eltern keine Lust oder Zeit sich um sie zu kümmern?

Irgendwann starben sie, vielleicht nach vielen Jahren im Altenheim?

Wie erging es Dir dabei?

Hast Du darüber nachgedacht, wie sie sich wohl gefühlt haben im Altenheim? 
Wie oft hast Du sie besucht? Glaubst Du Deine Pflicht getan zu haben, weil Du evtl. ein paar Hundert Euro ans Heim gezahlt hast?

Kommt nicht ab und an mal ein schlechtes Gewissen auf wenn Du daran denkst, wie Deine Eltern Nacht für Nacht und Tag für Tag sich um Dich gekümmert haben als Du klein warst?

Oder ist das etwas anderes?

Nein! es ist absolut nichts anderes. Deine Eltern gaben einst alles dafür um Dich zu versorgen. Haben sie nicht das gleiche Recht, welches sie von Dir einfordern können?

Nein, sagst Du.

Ich zahle ja dafür.
Ja, Du zahlst für das Altenheim und für Dein reines Gewissen.Doch sei gewiss: Deine Kinder werden es Dir nachmachen, das ist die logische Konsequenz Deines " ihnen vorlebens".
Auch Du, wirst dann später einmal in den Genuss kommen, ein Altenheim mit all seinen Vorzügen kennenlernen zu dürfen ;-)
Ich verrate Dir aber jetzt schon, daß diese Vorzüge nicht immer angenehm sein werden. Du kannst es mir glauben denn ich bin eine Altenpflegerin. Ich weiß wie es dort zugeht.
Mir persönlich hat es in den Altenheimen so gut gefallen, daß ich nach ein paar Jahren schon meinen Beruf an den Nagel hängte.Ich war nämlich nicht mehr Imstande, das Leid zu sehen, zu ertragen.
Und ändern, ändern konnte ich es auch nicht.

Ich persönlich würde mich dabei ziemlich Scheiße fühlen.

Und so kommen wir wieder zu den alten Bäumen:

Sie gibt es kaum noch weil sie nicht gebraucht werden, weil sie niemand vermisst.Nicht einmal ihre Anmut vermisst scheinbar irgendwer.

Die alten Bäume werden gefällt und die alten Menschen kommen ins Altenheim.


Das, ja das ist unsere sogenannte zivilisierte Gesellschaft lieber Leser.

Es tut mir leid, dabei mache ich nicht mit.

Mein Lebensweg ist ein anderer und darauf bin ich sogar stolz.


Ich habe mein Leben in der Hand und niemand ist Schuld daran, wenn mal etwas nicht so kappt wie ich es will. Meine Eltern oder Großeltern kamen nicht in ein Altenheim. Ich habe sie gepflegt oder werde es noch tun, bis der letzte Vorhang fällt.

Den alten Baum werde ich noch oft besuchen und bewundern, genauso wie ich dies bei alten Menschen tue.


So sehr wie ich das Moos und die kahlen Äste dieses Baumes liebe, so sehr habe ich auch Achtung vor jeder Falte eines alten Menschen.


Und aus Achtung vor jeglichem Leben, werde ich im Frühjahr sicherlich wieder viele Bäume pflanzen.....in der Hoffnung das sie sehr alt werden mögen.
© Anja Mattern

Dienstag

Ängste verlieren

Rabe Odin, Foto © Anja Mattern
Hast Du je einen Vogel gesehen, der Angst davor hat, dass ein Ast unter ihm zusammenbrechen könnte ?
Ein Vogel verspürt solche Ängste niemals.
Nicht etwa, weil er dem Ast vertraut,
sondern weil er weiß das er sich auf seine Flügel verlassen kann.
Auch Du solltest niemals den Glauben an Dich selbst verlieren.

© Anja Mattern

Montag

Urteile und Bewertungen aus spiritueller Sicht ?

Darf ein spiritueller Mensch keine Wertungen und Urteile mehr abgeben ?
Wie oft las ich in der letzten Zeit solche und ähnliche Äußerungen in div. Artikeln aber ganz besonders oft in Kommentaren bei  sozialen Netzwerken. So manche Male, ertappte ich mich dann auch selbst dabei, mir immer und immer wieder einzureden, dass ich mir solche Wertungen und Beurteilungen doch besser ersparen sollte.Ja sogar das sie für meine spirituelle Entwicklung hinderlich seien.
" Ich sollte doch nun wirklich nach all den Jahren, so langsam dazu in der Lage sein, diese Welt und die Menschen darin liebevoll, urteilsfrei und ohne jegliche Wertung anzunehmen, ganz einfach zu akzeptieren.
Oder doch nicht ?
Also ich komme an dieser Stelle einfach nicht umhin, es zu gestehen:
" Ich werte immer noch !"
"Ich bewerte sogar an jedem Tag meines Lebens irgendetwas."
Ob das nun un-spirituell sei oder nicht - ich tue es ganz einfach, vielleicht auch weil es in meiner Natur liegt?
Ich befürchte sogar, es liegt in unser aller Natur.
Betrachte ich es einmal aus Überlebenstaktischen Gründen, so komme ich zu dem Schluß, das es sogar überaus wichtig ist zu bewerten denn unser Verstand ist  aus gutem Grund so aufgebaut.
Wir alle bewerten und urteilen nahezu rund um die Uhr.
Wir tun es im Straßenverkehr, beim einkaufen, bei der Partnerwahl, bei der Betrachtung der unterschiedlichsten Situationen oder Gegenstände etc.


Betrachte doch einmal die Szene auf dem Foto, wie wirkt sie auf Dich ? Schau sie Dir einmal einige Sekunden an, horche in Dich was Dein erster Gedanke ist.......und vergiss dabei nicht Dir die Szene so vorzustellen, als seiest Du selbst mittendrin. Sehe, höre und rieche.....

Natürlich urteilen und werten wir.
Und es ist auch überaus wichtig, das wir dies tun denn nur so sind wir auch dazu in der Lage, schnelle und möglichst korreke Entscheidungen zu treffen welche uns voranbringen, unser Leben sichern und uns den Weg in ein Leben ebnen das wir genauso haben möchten.
Mit unseren daraus resultierenden eigenen Entscheidungen bestimmen wir somit letzendlich das was in unser Leben tritt und was nicht.
Und auch unser höherer, intuitiver Verstand wertet und urteilt permanent.
" Ist das gut für mich ? "
" Treffe ich gerade die richtige Entscheidung ?"
"Wie fühlt sich das an ?"

Mal ehrlich:
Kannst Du Dir wirklich vorstellen, das dieser uns doch angeborener Mechanismus einfach so abgestellt werden kann ?
Oder machen sich da einige Menschen eigentlich nur selbst etwas vor, indem sie sich selbst als wertungsfrei und neutral bezeichnen ?

Jeder der sich selbst einmal genauer beobachtet, wird schnell feststellen das solche Wertungen und Urteile den ganzen Tag über präsent sind.
Wir tun es sogar im Zustand vollkommener Gedankenfreiheit denn die meisten dieser Mechanismen laufen ganz einfach unbewusst ab.
Vielleicht sollten wir also ganz einfach lernen anzunehmen, das dieses Bewerten und urteilen zu unserer Natur gehört ? Um es mal auf den Punkt zu bringen:
" Der bzw. unser Verstand erledigt doch ganz einfach nur seinen job :-)*

Was wir jedoch tun können, ist lernen zu unterscheiden denn in sehr vielen Fällen verlaufen die Bewertungen unseres Verstandes unbewusst ab.
Versuche ich also einmal meine ( unterbewusste ) Bewertung und die tatsächliche Situation als zwei getrennte Situationen wahrzunehmen, entsteht so eine Art Raum, in welcher ich zwar meine Bewertung als solche registriere aber nicht notwendigerweise glauben muß.
Ich selbst erlaube mir also, eine Situation oder einen Menschen ganz einfach jenseits dieser Bewertung wahrzunehmen.
Also sinngemäss:
" Aha ! das ist also die Bewertung meines Verstandes der mal wieder ganz schnell war .....Aber nun schau ich mir diesen Menschen doch einmal genauer an. Bin gespannt, ob er oder sie wirklich so ist;-) "

Aber mal ernsthaft:
Ist es nicht viel sinnvoller, die Verantwortng für diese eigenen Wertungen und Urteile anzuerkennen?
Sie sind ja nunmal da, wem nutzt es sie einfach wegzuleugnen ?
Es bringt mich doch keinen Schritt weiter, meine Urteile und Bewertungen einfach zu negieren.

Wäre es nicht viel besser, sie anzunehmen, sie zuzulassen?
Denn nur dann wenn sie sie annehmen und akzeptieren kann, bin ich auch dazu in der Lage in diesen "urteilsfreien" Raum einzutreten.
Natürlich kann ich auch nur so tun, als sei ich Wertungs-und urteilsfrei. Doch wem bringt das etwas ?
Mir ? eher NEIN denn ich belüge mich dann ja nur selbst.
Den Anderen ? Hm....meistens bemerkt unser Gegenüber relativ schnell wenn jemand so etwas behauptet aber eigentlich nur bedingt dazu in der Lage ist.

Das Thema bietet aber sicherlich noch ne Menge Diskussionsstoff. Bin gespannt auf eure Anmerkungen und " Meinungen " dazu !
Und seid euch sicher: Ich werde mir alle Mühe geben,mein Unterbewusstsein nicht die Oberhand gewinnen zu lassen ;-)

@Anja Mattern
mal nachgedacht/ angelehnt an einen Artikel der Sein Redakton
Quelle: https://www.sein.de/urteilen-und-bewerten-spirituell-unkorrekt/

Donnerstag

Du stutzt Deine Flügel


Karma: Ein Gesetz der Polarität

Karma ist ein Gesetz der Polarität

Der Begriff Karma (Sanskrit :Werk, Handlung, Wirkung einer Tat ) wird leider immer wieder missverstanden. Es ist kein Bestrafungssystem und auch kein Wort, welches aussagt Gleiches mit Gleichem zu vergelten.
Auch ist Karma nichts unabänderbares. Dies leuchtet ein, sobald man sich die Bedeutung des Begriffs einmal genauer anschaut:    

Karma oder Karman, (Sanskrit: Tat, Tun, Handeln, Werk und Wirken.
Damit wird alles bezeichnet, was aus unseren Handlungen resultiert. D.h. das all das was ich tue aber auch das was ich denke, Konsequenzen hat - im Guten wie im Schlechten. Es ist ein Gesetz, welches sich auf das handeln der Seele bezieht.

Mit anderen Worten ausgedrückt:
Es kann sein, das ich für Taten die ich in einem vorherigen Leben verübt habe, in meinem jetzigen darunter zu leiden habe. Dies trifft natürlich auch auf gute Taten zu und kann u.U. auch aus noch früheren Leben resultieren.
Es läßt sich durchaus, mit dem physikalischen Gesetz von Ursache und Wirkung vergleichen.
Leider aber wird der Begriff Karma oft missverstanden. Es handelt sich keinesfalls um eine Strafe, welche einem auferlegt wird.
Es geht vielmehr darum, die Konsequenzen des eigenen Handelns, am eigenen Leib zu spüren.
Die Wiedergeburt dient ja dem Lernprozess.

Karma ist also nichts unabänderliches, wie so oft von den westlichen Kirchen behauptet wird. Schauen wir uns also einmal das "Karma" genauer an, indem wir die Aspekte einer Handlung beleuchten:

Karma/ Grundwissen:

-Atma
( Das Individuum, also das relative ewige Bewußtsein )

-Paramatma
das kosmische absolute Bewußtsein.
( Gott und Teil Gottes )

Prakriti
ist die Energie, die Materie

Kala: die Zeit


Prakriti und Kala stehen nicht unter dem Einflussbereich des Menschen sondern des Göttlichen !
Sinnbildlich in etwa: der Mensch denkt, Gott lenkt.
Der Mensch kann  natürlich den Versuch wagen, sich Prakriti und Kala unterzuordnen aber es wird ihm nicht gelingen...
Beispiel:
In der Reaktion wirkt die Prädestination, in der Aktion der freie Wille.

Das Kausalgesetz prädesteniert nur die Situation, aber keine Handlungen.

Dh.beispielsweise:
A verletzt B.
B. verzeiht es diesem Menschen nicht, also er läßt nicht los.
Würde er hingegen loslassen, also verzeihen, so käme es erst gar nicht zu einem erneuten Treffen oder gar einer Tat.
Unter diesen Umständen jedoch,  ist es garantiert das A und B sich in einem späteren Leben wiedertreffen und zwar in ausgetauschter Situation.
Das ehemalige Opfer wird also irgendwann einmal in die Situatin kommen, wo es der Täter sein kann.
Man könnte sich z.B. als Paar wiedertreffen und heiraten...um dann all das Unrecht zurückzugeben ;-)
oder etwas  drastischer ausgedrückt:
B. könnte ein erwachsener Mann sein und A. ein kleines Mädchen.
A. bekommt bei tausenden von kleinen Mädchen niemals einen Impuls aber bei diesem einen JA !
Das liegt daran, das ein Erkennen stattfindet. Anders ausgedrückt: Diese Seelen haben einander wiedergefunden. Dies geschieht unbewusst, es besteht also eine unglaublich hohe Anziehungskraft zwischen A und B.
Die Prädestination sagt allerdings nicht: Du mußt sie jetzt bestrrafen, sondern lediglich das sie einander wieder begegnen !
Gleichzeitig jedoch ist immer der freie Wille da.
Der Täter indes weiß ganz genau, das er etwas unrechtes tut. Daher tut er es zumeist im Geheimen...es droht ja Strafe von der Gesellschaft, den Gesetzen usw. !

Und noch mehr:
Das Gewissen, die Intuition, die innere Stimme Gottes. Alle schreien: tu es nicht !

Passiert nun dennoch etwas, so sind die beiden keinesfalls quitt !
Also es ist keinesfalls so, dass nachdem sozusagen der Ausgleich stattgefunden hat, die Sache zwischen den Beiden erledigt ist.
Lediglich die Situation ist nun noch komplizierter geworden !
Nun haben wir Täter und Opfer, welche die Rollen vertauscht haben.
Oder anders ausgedrückt:
Das Spiel wird auf diese Art unendlich weiter gehen, so lange bis der Mensch begreift, das er Verantwortung hat.
Karma zwingt also niemals zum handeln !!!
Es ist immer Deine Entscheidung was Du tust, Du bist niemals gefangen oder verspflichtet zum handeln !!!
Der Mensch hat den freien Willen.
Also vergessen wir lieber schnell man wieder den Ausspruch:
DAS IST KARMA und da kann ich nix dafür ;-)
Stimmt nicht ! Du kannst etwas dafür !!!


© Anja Mattern

Freitag

Heute ist Samhain - der Tag an dem sich die Tore zur Anderswelt öffnen

©Anja Mattern
Heute ist nicht Halloween, es ist auch nicht die Nacht zu Allerheiligen.
Heute ist die Samhain Nacht - der Jahresbeginn im keltischen Kalender !
An Samhain, dieser Nahtstelle zwischen Tod und Leben waren, so sagten die Kelten, Gespräche mit den Toten möglich.Jene Verstorbenen, welche nach keltischer Auffassung nicht „im Himmel“ oder an einem anderen abgeschiedenen Ort, sondern inmitten unter uns, einfach in einer anderen Dimension, der so genannten Anderswelt leben.  Die Kommunikation mit den verstorbenen Ahnen war nützlich, denn diese konnten die Lebenden aus der geistigen Welt heraus liebevoll begleiten und unterstützen. In der Nacht vor dem Samhain-Tag gab es für die Druidinnen und Druiden die Möglichkeit, mit bestimmten Ritualen die Grenze zu öffnen und Begegnung zwischen den Toten und den Lebenden zu vermitteln. Ein solches Nachtritual ist in der Tat nur in jener Jahreszeit denkbar, wenn die Sonne im Zeichen von Tod und Wiedergeburt steht, im Skorpion.

Samhain ist ein Mondfest, d.h. es fällt immer auf den Neumond rund um den Novemberanfang, der einfachheithalber wurde es jedoch auf die Nacht vom 31. Oktober auf den ersten November gelegt.Dies ist die Nacht, in der der Schleier zwischen der Welt der Toten und dem Reich der Lebenden ganz dünn ist, die Tore zur "Anderwelt" öffnen sich. Dem alten Glauben nach können die Verstorbenen in dieser Nacht frei auf Erden wandeln. Deshalb gedenken wir in dieser Nacht der Ahnen und vergegenwärtigen uns unsere eigene Sterblichkeit.
Nach den alten Traditionen wurde das Geheimnis der Samhain-Nacht folgerndermaßen überliefert: Sie steht für das Versprechen des Lebens nach dem Tod und der Wiedergeburt. Nachdem wir im Garten der Göttin gespielt haben, heißt uns der Gehörnte ( Cernunnos, der Gott der Natur und Fruchtbarkeit)) in seinem Reich willkommen.
Es war schon vor Jahrhunderten Brauch, Kerzen anzuzünden, im Gedenken an die Verstorbenen. Die Ernte ist eingebracht und man spürt das Ausatmen der Erde. Die dunkle Zeit des Jahres beginnt nun. Es ist die Zeit um innezuhalten, die Zeit der Ruhe und der spirituellen Arbeit an sich selbst.Die Kelten glaubten das an diesem Tag die Natur stirbt und sich nun auf ihre Wiedergeburt im Frühjahr vorbereitet.
Das keltische Fest Samhain beginnt schon am Vorabend, das heißt beim Eindunkeln am 31. Oktober. Ein neuer Tag begann bei den Kelten nämlich bei Sonnenuntergang. Auch bei ihnen umfasste ein Tag 24 Stunden und bestand aus einer hellen und einer dunklen Tageszeit.  Aber anders als heute war die Reihenfolge damals: Erst Nacht, dann Tag.  Das Licht war für die Kelten eine Geburt aus dem Schatten. Die Wiedergeburt eine Antwort auf den Tod. Erst Tod, dann Geburt.  Ein uralter Rhythmus spiegelt sich in dieser Auffassung des Tagesbeginns bei Sonnenuntergang wieder. Auch der Jahresanfang war für die Kelten am 1. November: Erst Winter, dann Sommer.
Das Beltane Fest, welchen auf den 1. Mai fällt ist der Gegensatz zu Samhain.


Spannend ist nun die Geschichte der ersten „Allerheiligen“-Kirche und die Festlegung des Allerheiligen-Tages: Im frühen siebten Jahrhundert schenkte der oströmische Kaiser Phokas dem Papst ein Gebäude, das mitten in Rom stand, und mit dem kein Mensch mehr etwas anfangen konnte: Das Pantheon. Kein christlicher Priester interessierte sich mehr für diesen alten heidnischen Tempel, obwohl seine Kuppel – mit 43 Metern Durchmesser die größte der Welt – jeden beeindruckte.  Auf den sieben Altären standen die Figuren der sieben Planetengötter Sol, Luna, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn.
Kaiser Hadrian, der astrologisch und philosophisch gebildete Kaiser und Oberpriester aller Religionen im römischen Imperium, der das Pantheon im 2. Jahrhundert n.Chr. bauen ließ, verehrte in diesem vollkommenen Bauwerk alle damals bekannten Planeten. Ihm war bereits klar, dass sie keine Götter in Menschengestalt waren, sondern kosmische Energien.  Im Grund – so nahm Hadrian an – war das Göttliche oder Gott überall; der gesamte Kosmos, die schöpferische Allnatur wirkte in allen lebenden Wesen. Die Gestalten der alten Götter waren nur mögliche Ausdrucksformen dieser umfassenden Energie.  Genauso wie die Planetenkräfte im Menschen nur Ausdruck seiner verschiedenen schöpferischen Möglichkeiten sind.  Die sieben astrologischen Gottheiten standen also stellvertretend für den gesamten Kosmos, für alles, für das All.  Der horoskopförmige Rundbau des Pantheons war „allen Göttern“ gewidmet, Pantheon heißt „allen Göttern“.  Selbstverständlich zählte Hadrian zu diesen schützenden Kräften auch seine „in den Himmel aufgestiegenen“ Ahnen und alle Geister guter Verstorbener.
Das Allerheiligen-Fest
Als sich die Katholiken fragten: „Was machen wir mit dem Pantheon?“ führte sie schon der Name dies Gebäudes zu seiner neuen Verwendung: Es wurde allen Heiligen gewidmet. Man warf die Planetengötter hinaus, trug Reliquien von Heiligen hinein und die erste Allerheiligen-Kirche war geschaffen, Santa Maria ad Martyres, wie sie heute noch heißt.
Im Jahr 835 war der Märtyrer-Kult der katholischen Kirche auf einem Höhepunkt.  Saturn war gerade – genau wie heute – ins Skorpion-Zeichen eingetreten, und die Menschen waren in den Totenkult geradezu verliebt.  Als heilig galt überhaupt nur noch, wer für den Glauben möglichst gewaltsam gestorben war. In großer Zahl wurden aus dem Katakomben die Knochen der toten Christen in die Kirchen transportiert, Tag und Nacht beteten Gläubige die Reliquien inbrünstig an.  Auch im Pantheon bestattet man Wagenladungen voll mit Märtyrerknochen.  Und in jenem Jahr erklärte Papst Gregor IV. den 1. November für alle Welt zum katholischen Feiertag. Das heutige Allerheiligenfest war geboren.
Machen wir uns also bewußt das dieser Feiertag eine sehr lange und alte Tradition hat und das Samhain eigentlich mit dem kirchlichen Feiertag nur recht wenig gemein hat.
Die Nacht auf Samhain hat auch nichts mit Kürbissen und Verkleiden zu tun.
Dies erklärt sich schon alleine dadurch, das es Kürbisse zur Zeit der Kelten und Germanen noch gar nicht hierzulande gab. Der Kürbis stammt aus Amerika und wurde folglich erst nach dessen Entdeckung nach Europa gebracht.
Samhain war/ ist  nicht ein Fest der Trauer, wie es Allerheiligen symbolisiert.
Das Samhain Fest wurde als üppiges, heiliges Fest der Freude und des Überflusses gefeiert.
Samhain galt überdies als besonderer Glückstermin und wurde gerne für Eheschliessungen genutzt.

Und wir? Wie feiern wir heute Samhain oder Halloween?
Nun, ich glaube nicht das die Verstorbenen etwas dagegen haben wenn wir Kürbisse aushöhlen und Kerzen hineinstellen.
Und wer weiß ? Vielleicht bekommt der Ein - oder Andere ja wirklich eine Nachricht aus dem Jenseits ?
Der Schleier zwischen der Diesseitigen und der jenseitigen Welt ist jedenfalls heute hauchdünn......
Ich werde mich auf alle Fälle bei Einbruch der Dämmerung aufmachen und Kerzen auf die Gräber meiner lieben Verstorbenen stellen - wie jedes Jahr.

@Anja Mattern

Quelle:
Teile des Textes von folgender Seiten übernommem:
 http://www.astrologie.de/astrologie/b/5073/

Mittwoch

Das Leben mal überdenken

Von Zeit zu Zeit,  sollten wir unser Leben hier überdenken.

Manchmal sollten wir einfach für eine Weile innehalten, in uns gehen und unser inneres Licht  suchen.
Vielleicht sollten wir uns dann fragen:
Was möchte ich denn eigentlich? Was tue ich gerade  hier?
War das schon alles ?
Ist es das, was ich wollte in meinem Leben ?
Ist es das was ich gesucht habe ?
Im Laufe der letzten Jahre, wurden uns viele spirituelle Werkzeuge gegeben, wir durften einiges erfahren und noch mehr lernen.
Nun liegt es alleine an uns, das erlernte anzuwenden und unser inneres Licht zum leuchten zu bringen...
Foto und Text : © Anja Mattern

Freitag

Wie man Träume erfüllt

Du fragst wie man Träume erfüllt ?

Dann warte nicht Dein gesamtes Leben lang darauf, das sie   irgendwann in Erfüllung gehen mögen.
Warte nicht auf diese  eine
"perfekte Welle".
Jede einzelne dieser Wellen kann Deine "PERFEKTE " sein....
Laufe einfach auf sie zu, jeden Tag einen Schritt weiter ......
Foto und Text © Anja Mattern

Mittwoch

Liebt einander.....

Liebt einander,
aber macht aus eurer Liebe keine Fessel.
Lasst sie vielmehr ein wogendes Meer sein
zwischen den Küsten eurer beiden Seelen.
Singt und tanzt miteinander und seid fröhlich,
aber lasst einander auch allein,
so wie die Saiten einer Laute allein sind
und doch zur selben Musik schwingen.
Schenkt einander eure Herzen,
aber nicht in festen Gewahrsam,
denn nur die Hand des Lebens selbst
kann sie umschließen.
Und steht zusammen, aber tut das nicht allzu eng,
denn zwischen den Säulen des Tempels
sind immer Zwischenräume,
und der Eichbaum und die Zypresse
wachsen nicht einer in des andern Schatten.

(Khalil Gibran)